Zur frühen Chorgeschichte mit

 

Günter Hildebrandt

 

als Gründer

 

-   1947 - 1970   -

 

Der Neue Chor der Stadt Bochum wurde 1947 von Günter Hildebrandt, musikalisch ambitionierter Autodidakt, in den Trümmern Bochums als "Junger Chor" gegründet. Hildebrandt verstand es, die Jugendlichen im Sinne einer neuen Jugendmusikbewegung um sich zu scharen. Die musikalische Zielrichtung bestand in der Pflege des anspruchsvollen mehrstimmigen Volksliedes, aber auch in der Einstudierung von Werken neuerer Komponisten wie beispielsweise Distler, Pepping etc.

 

Auch der gezielt eingebundene Freizeitspaß mit Ausflügen in Jugendherbergen sowie Wanderungen  und Besichtigungen waren für den Jungen Chor typisch. Bald nach den ersten Jahren unter Günter Hildebrandt wurde der Junge Chor zu einem Städtischen Chor der Stadt Bochum, was mit Vorteilen verbunden war, z.B. der Beschaffung des Notenmaterials, der Mitwirkung von Orchester und Solisten in den Konzerten. Als Gegenleistung war der Chor dann verpflichtet, an mindestens einem der großen Oratorienwerke, Passionen o. ä. mitzuwirken. Weitere frühe Highlights waren gelegentliche Rundfunkaufnahmen, u. a. auch Aktivitäten innerhalb der Sendereihe "Offenes Singen".

 

 

 

Ausschnitt aus dem Bochumer Amtsblatt Nr. 2 vom 11.01.1947:

 

                    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-   1970 - 1988   -

 

Professor Heribert Buchholz

 

 

Mit dem Ende der Chorleitertätigkeit von Günter Hildebrandt wurde ein Gremium für die Weiterführung des Chores gebildet, ein neuer Name wurde gefunden: von nun an nannte sich der Chor "Der Neue Chor der Stadt Bochum".

 

 

Heribert Buchholz übernahm den Neuen Chor 1970 und leitete ihn bis 1988. Er studierte in Essen Kirchenmusik und erhielt wichtige Impulse durch seine Lehrer Siegfried Reda (Tonsatz und Musiktheorie), Anton Hardörfer (Chorleitung) und Ernst Kaller (Orgel). Buchholz legte sein A-Examen in Köln ab, wo er anschließend Schulmusik studierte. Nach fünfjähriger Tätigkeit am Burg-Gymnasium in Essen wurde er als Dozent für Musikpädagogik, u.a. auch für Chorleitung, an die Universität Dortmund berufen.

Unter seiner Leitung erweiterte der Neue Chor sein Repertoire, sowohl a cappella als auch im chorsymphonischen Bereich. Ein besonderer Schwerpunkt lag bei den Kantaten und Motetten J. S. Bachs. Herausragend bleiben Aufführungen der „Fairy Queen“ von Purcell und Mozarts Requiem. Aber auch mit Musik des 20. Jahrhunderts gab es bemerkenswerte Konzerte, so Schönbergs „Überlebender von Warschau“ oder, zusammen mit anderen Bochumer Chören, Pendereckis Lukas-Passion und Brittens „War Requiem“.

 

 

 

 

 

 

- 1988 - 1992 -

 

Bernd Ostmann

 

Bernd Ostmann studierte an der Musikhochschule Detmold, u.a. bei Alexander Wagner und Kurt Thomas (Chorleitung), Helmut Tramnitz (Orgel) und Dietrich Manicke (Tonsatz). Nach dem A-Examen im Fach Kirchenmusik 1973 folgte 1975 die Künstlerische Reifeprüfung an der Orgel. Ist als Kantor und Organist an der Friedenskirche in Bochum-Wattenscheid tätig.

In bester Erinnerung blieb die Einstudierung und z.T. mehrfache Aufführung so schwieriger A-cappella-Motetten wie Ernst Peppings "Jesus und Nikodemus" und Rudolf Mauersbergers "Wie liegt die Stadt so wüst".

Ostmann war Leiter des Neuen Chores von 1988 - 1992.

 

 

 

 

- 1992 - 1995 -

 

Professor Martin Schmidt

 

 

Nachdem Heribert Buchholz übergangsweise den Neuen Chor für ein halbes Jahr betreut hatte, übernahm Martin Schmidt die Arbeit im September 1992 und führte sie bis zum Sommer 1995 überaus erfolgreich fort.

Zum musikalischen Werdegang Martin Schmidts:

Studien an den Hochschulen Freiburg/Br. und Frankfurt. Seine Lehrer waren Helmuth Rilling und Jiri Starek (Chorleitung), Francis Travis (Orchesterleitung) und Ludwig Doerr (Orgel).

Weitere Studien führten ihn mit Erik Ericson, Nikolaus Harnoncourt und Sergiu Celibidache zusammen. Er war als Professor für Chorleitung zunächst an der Folkwang-Hochschule Essen und danach an der Musikhochschule  Karlsruhe tätig.

 

 

 

 

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Während der Suche nach einem neuen Chorleiter, der dann letztlich Sebastian Voges wurde, fand sich Franz-Josef Matzerat aus Hagen bereit, den Chor für die Vorbereitung und Durchführung eines Konzerts zu übernehmen.

 

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-  Seit 1996   -

 

Sebastian Voges

 

 

 

 

Sebastian Voges leitet den Neuen Chor als Nachfolger von Martin Schmidt seit Sommer 1996, mittlerweile also jetzt seit 20 Jahren.
Voges studierte Kirchenmusik an der Folkwang-Hochschule in Essen und legte dort das A-Examen ab. Chorleitung lernte er bei Helmut Kahlhöfer in Barmen-Gemarke, bei Herbert Schernus, dem Chordirektor des WDR-Rundfunkchores und bei Martin Schmidt, Professor für Chorleitung in Essen, jetzt in Karlsruhe.
Seit 1986 ist Sebastian Voges Kantor an der Lutherkirche in Düsseldorf.
Er hat sich seit vielen Jahren auf die Arbeit mit Vokalensembles spezialisiert (u.a. Kammerchor "ensemble provocale" seit 1983, Der Neue Chor der Stadt Bochum). Darüber hinaus vervollständigte Voges seine Ausbildung durch Gesangsstudien bei Hartmut Singer, nahm teil an Meisterkursen für Gesang bei Kurt Widmer. In den letzten Jahren ist er als Solist, u.a. mit eigenen Liederabenden, hervorgetreten.

 

 

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Und - noch ein Jubiläum:

 

Der NEUE CHOR der Stadt Bochum begeht sein 70-jähriges Jubiläum!

Aus diesem Anlass hält Alterspräsident Rolf Lütteken am 17. Januar 2017 eine die wechselvolle Geschichte des Chores detailliert beschreibende Rede vor den Chormitgliedern (s. Foto unten)

 

Foto: Britta Mertens

(größeres Foto: Klick hier)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autodidakt Hildebrandt

 

 

 

 

 

  

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         Damals noch:

     "Der

     Junge

      Chor"

 

 

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 Heribert Buchholz,  Leiter des NEUEN CHORES für 18 Jahre.

 

 

Die Singwochenenden wurden von Heribert Buchholz in neuem Gewande wieder aufgenommen. Zunächst probte der Chor einige Male in der Landjugendakademie in Fredeburg. Später wurde dann in der  Heimvolkshochschule in Langscheid am Sorpesee (s. Langscheid) das einmal im Jahr stattfindende Probenwochenende  durchgeführt.

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Übrigens: Heribert Buchholz zählte fast bis zu seinem Tod im Januar 2010 mit zu eifrigsten Besuchern bzw. Zuhörern bei Konzerten des Neuen Chores...  

 

 

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Bernd Ostmann an der Orgel der Friedenskirche in Wattenscheid

 

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Martin Schmidt

 

 

In Erinnerung geblieben sind u.a. die unter seiner Leitung aufgeführten Werke wie Joseph Haydns "Schöpfung", Franz Schuberts Es-Dur-Messe und als modernes Werk die "Chichester Psalms" von Leonard Bernstein. Auch nicht vergessen: ein A-cappella-Konzert mit Stücken von Arvo Pärt und Frank Martin sowie eine Chorimprovisation.

 

 

 

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Seit 20 Jahren Leiter des Neuen Chores:

Hier: Sebastian Voges auf der Mecklenburg-Konzerttournee 2005.

 

Er hat im Verlauf seiner engagierten und qualifizierten Arbeit mit den Sängerinnen und Sängern den Chor zu einem vielseitigen und klangsensiblen Vokalensemble weiter entwickelt.

 

 

Festgehalten von Anne H.:

 

 

Eine spezielle Schoko-Torte, hergestellt von Friederike, für die Jubiläumsfeier von Dirigent Sebastian Voges: 20 Jahre erfolgreicher und geschätzter Chorleiter des Neuen Chores der Stadt Bochum